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Dienstag, 21. Mai 2019
Ausgabe 6483 | Nr. 141 | 18. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 8

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Malcolm | 11. Februar 2018 - 14:54 2018-02-11

@Texi Rexi:
Finger weg, sehr schlecht bezahlt.

Texi Rexi | 09. Februar 2018 - 15:52 2018-02-09

Ich bin 33 Jahre alt (m), keine Berufserfahrung (außer zwei Praktika während des Studiums) und habe mein Studium bzw. Bachelorzeugnis im Oktober 2017 erhalten und bewerbe mich seit dem in der Bauleitung. Leider hatte ich bis jetzt nach zahlreichen Vorstellungsgesprächen noch keine Zusage erhalten, auch oft mit der Begründung, keine Berufserfahrung zu haben. Mittlerweile habe ich eine Zusage erhalten.

Dort soll ich nun erst einmal als Abrechner für 3-4 Jahre arbeiten, mit der Aussicht, dann eigenständiger Bauleiter zu sein. Mein Einstiegsgehalt soll bei 3254 EUR brutto/Monat (A4) liegen. Verkaufe ich mich da unter Wert? Ich bin jetzt ja froh überhaupt mal einen Einstieg zu machen. Mein Gedanke ist auch, wenn ich Berufserfahrung habe, dass mir dann mehr Türen offen stehen, als es wohl jetzt der Fall ist und ich mich dann immer noch woanders bewerben kann.

Bauhannes | 24. Januar 2018 - 10:42 2018-01-24

Ich mache aktuell nach meinem Bachelor ein Art Traineeprogramm und bin mit A5 eingestiegen, was einem Jahresgehalt von 46.300 EUR brutto entspricht.

intel-core-I7 | 23. Januar 2018 - 22:57 2018-01-23

@LU_W:
Du bist als Teilzeitkraft nicht voll einsetzbar. Für den Arbeitgeber eher ein "Student, der nebenher arbeitet" als ein "Bauingenieur beim Berufseinstieg". Das dürfte dein Problem sein. Wie weiter unten beschrieben, ist bei den größeren Baufirmen momentan Gehaltsstufe A6 als Einstiegsgehalt die Regel. Dazu oft noch Auto, Handy und Zuschläge wie Trennungsgeld, Essenspauschalen, usw. Manche meiner Kommilitonen hatten sogar deutlich mehr, andere etwas weniger. Alles Bauleitung in NRW mit Abschluss B.Eng. Bauingenieurwesen. Möglicherweise ist das Gehaltsgefüge andernorts ein völlig anderes.

Selbst bei der Bahn, die praktisch momentan jeden einstellt und trotzdem niemanden findet, soll es dem Hörensagen nach mit knapp 45.000 EUR Jahresgehalt bei einer 39 Stunden/Woche losgehen. Im öffentlichen Sektor landest du mit deinem jetzigen Abschluss/Berufserfahrung bei E11 Stufe 2 mit 44900 EUR im Jahr. Die dir angebotenen Gehälter sind nicht nachvollziehbar und so würde ich es im Vorstellungsgespräch auch kommunizieren ;-). Bei der momentanen Arbeitsmarktsituation kann man selbst als Berufseinsteiger ganz tiefenentspannt ins Vorstellungsgespräch gehen. Viel Glück!

LU_W | 22. Januar 2018 - 15:13 2018-01-22

Ich starte gerade meinen berufsbegleitenden Master (FH) mit Abendkursen von 17:30-21:30 und habe momentan verschiedene Bewerbungsgespräche für eine Teilzeitarbeit von 28 Std./Woche. Alle in Bauträger- / Baubetreuungsunternehmen und durchschnittlich werden mir 35.000,- für 40 Std. angeboten, dementsprechend bei 28 Stunden 24.500,- Gehalt im Jahr. Besitze 15 Monate einschlägige Praktikumserfahrung (nicht am Stück) und meinen abgeschlossenen Bachelor im Bereich Baumanagement (Vollzeit).

Ich kann das Gehalt relativ schlecht einschätzen, da es sich um eine Teilzeitarbeit handelt. Jedoch entspricht sie nicht den Bezügen von mehr als 40.000 EUR welche hier teilweise als Berufseinstieg angepriesen werden. Wie ist Eure Meinung dazu?

keeper83 | 19. Januar 2018 - 09:41 2018-01-19

@ejjj:
Absolut Nachvollziehbar. Wenn die Entwicklung so weitergeht, steht bei ejjj kurz vor der Rente dann ein Kanzlergehalt auf dem Lohnzettel. Für einen Bauleiter im Straßenbau ganz ordentlich!

Bau-Bob | 14. Januar 2018 - 11:54 2018-01-14

Die Angaben von ejjj kann ich nur bestätigen. Sie sind auch für jeden nachvollziehbar. Viele größere Unternehmen orientieren sich an den aktuellen Tarifgehältern. Das ist der Einstieg. Die weitere Entwicklung hat jeder selbst in der Hand.

http://www.vhk-ev.de/dokumente/bau-tarifgehalt.pdf

ejjj | 13. Januar 2018 - 11:16 2018-01-13

Bauleiter im Straßenbau
Berufserfahrung
0 - 0,5 Jahre: 3200 € Gehalt ohne Abschluss (Praxissemester)
0,5 - 1,0 Jahre: 3482 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 6
1,0 - 1,5 Jahre: 3700 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 7
1,5 - 2,0 Jahre: 3800 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 7
2,0 - 2,5 Jahre: 4350 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 7
2,5 - 3,5 Jahre: 4600 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 7
3,5 - X,X Jahre: 4918 € (Tarif A8) M. Eng. Firmenwagen Golf 7

Gehalt + Firmenwagen + gewerteter Vorteil -> 67000 € Jahresgehalt

Manni | 10. Januar 2018 - 16:53 2018-01-10

Ich, Master-Abschluss, 30 Jahre alt, seit ca. 3 Jahren im öffentlichen Dienst mit TVÖD11 und durch etwas Erfahrung im Studium nun in der Gehaltsstufe 3, verdiene inklusive Sonderzahlungen ca. 48000 Euro Gehalt im Jahr. Ich habe eine 39 Stunden Woche. Ich kann mich nicht beklagen und kann nebenbei meine Hobbies ausüben. Das Problem ist, dass mein Arzt einen Bore-Out bei mir festgestellt hat und er mir geraten hat, mehr zu "malochen" - wenn möglich.

Dan | 01. Januar 2018 - 16:20 2018-01-01

Hallo (Berufseinstiegs-)Kollegen, für Berufseinsteiger in Planungsbüros gibt es unter unten angegebenen Link eine äußerst passende und aktuelle Umfrage, überwiegend aus dem Kreise der Arbeitgeber (Büroinhaber und Geschäftsführer von Planungsbüros). Die Umfrage spiegelt sowohl meine persönlichen Erfahrungen als Arbeitnehmer als auch mittlerweile als Arbeitgeber mit eigenem Büro wieder.

http://www.bayika.de/de/monatsfrage/ergebnisse.php
(Stand: November 2017)

Für Bauunternehmen kann ich nur noch soviel mitteilen. Die Gehälter sind - nach eigener Einschätzung und Erfahrungen von vorhergehenden Bewerbern von Bauunternehmen - ca. 5 bis 15% höher, allerdings meist bis zu 10 Überstunden pro Woche inklusive, aber auch im Gegenzug noch oft in Verbindung mit einem erforderlichen Firmenwagen (Kleinwagenklasse bis Mittelklasse).

In Planungsbüros ist die 40 bis max. 45 Std.-Woche immer noch üblich. Überstunden werden in Büros üblicherweise abgefeiert oder ausbezahlt. Ein eigener Firmenwagen im Planungsbüro ist eher die Ausnahme. Master oder Bachelor-Abschluss spielt nach wie vor eine - allerdings mit anhaltend guter Konjunktur zunehmend kleinere - gehaltstechnische Rolle. Wenn jemand tatsächlich eine Anstellung mit 60.000 € / Jahr Brutto - Einkommen im Jahr ergattert, kann man dazu nur "Glückwunsch" sagen, ist aber wohl eher eine Ausnahme. Die Realität spiegelt es aus meiner Sicht nicht.

Mann muss auch im Umkehrschluss an die Kalkulation der Arbeitgeber denken: Bei einem Jahresgehalt von 60.000,- € in einem beispielsweise kleinem Planungsbüro, muss man als AN einen "Umsatz" von ungefähr 110.000 bis 130.000,- € (Gemeinkostenfaktoren ohne Unternehmerbedarf von ca. 2,1 bis 2,9, je nach Unternehmensgröße (siehe AHO unter aho.de/hoai/weg1.php3) generieren, um für den AG sämtliche Kosten "ohne" Unternehmergewinn zu erwirtschaften. Man berücksichtige natürlich noch die Kosten (sog. Opportunitätskosten) die für die Einarbeitung entstehen. Ich möchte sehen, welcher Berufseinsteiger innerhalb seiner ersten Jahre, diesen Umsatz bei Ausgleich sämtlicher Opportunitätskosten und des Unternehmergewinns generiert?! Ich würde ihn oder sie "sofort" für dieses Gehalt anstellen.

Wenn ein AG nicht den Gewinn seines Unternehmens oder als Inhaber sein eigenes Einkommen einschränken will, oder wie in Bauunternehmen querfinanzieren kann, wird ohne eigenen Unternehmergewinn (min. 5 % zwingend erforderlich) den Deal mit einem Berufseinsteiger in der oben genannten Höhe nicht machen.

[Aus den Erfahrungen eines Bau- und Wirtschaftsingenieurs und Büroinhabers eines kleinen Statikbüros (bis 5 Personen) in Bayern]

intel-core-I7 | 21. Dezember 2017 - 16:48 2017-12-21

Schließe mich meinen Vorrednern an. Mein Einstieg in die Bauleitung bei einem Mittelständler im Gewerbehallenbau begann auch mit 52.000 EUR Gehalt und Dienstwagen. Mit Zuschlägen sind es dann ca. 60.000 EUR Gehalt im Jahr. Anderen Kommilitonen erging es beim Berufseinstieg ähnlich. Ein Gehaltsunterschied zwischen Bachelor und Master ließ sich bei den Einstellungsgehältern nicht feststellen. Imho. kann man sich den Master für die Bauleitung eigentlich sparen. Nach oben sehe ich noch viel Potential. Leute mit 3-5 Jahren Berufserfahrung verdienen bei uns deutlich mehr, müssen aber auch dementsrechend mehr Verantwortung tragen.

Baumann | 07. Dezember 2017 - 19:48 2017-12-07

@Ohweh:
Würdest du uns auch verraten, wie es bei dir gehaltstechnisch so aussieht? Würde mich interessieren!

Ohweh | 06. Dezember 2017 - 14:39 2017-12-06

Wie man sieht, gehen die Gehälter massiv auseinander. Viele sind sicherlich unberechtigt niedrig, andere sehr gut bezahlt. Meiner Erfahrung nach (inzw. 11 Jahre) gibt es allerdings auch massive Unterschiede in den individuellen Leistungen und Entwicklungen trotz gleicher Berufsbezeichnung. Zum Beispiel Bauleitung: Ich habe inzw. einige Werdegänge in der Firma und auch die Aussagen der Geschäftsführung zu einzelnen Personen mitbekommen. Hier gibt es sehr große Unterschiede in der Leistungsfähigkeit und damit direkt verbunden in der Verantwortung, die übertragen wird.

Banales Beispiel:
Bauleiter, die frisch anfangen, entwickeln sich teilweise vollkommen unterschiedlich. Der eine hat nach einem Jahr bereits die erste eigene Baustelle und kommt gut zurecht, der andere läuft im vierten Jahr als 2. Bauleiter mit. Das setzt sich dann in den weiteren Jahren meist so fort und die Unterschiede werden ggf. sehr groß. Das ist vollkomen ok, manche wollen die Verantwortung auch gar nicht, allerdings schreibt dann jeder der beiden, berechtigterweise, hier als Job "Bauleitung" rein. Das Gehalt wird allerdings sehr unterschiedlich sein, entsprechend der Leistung/Verantwortung. Hinzu kommen natürlich noch Faktoren wie Baustellengröße/-komplexität, Aufgabengebiete, etc. Dies einfach noch zur Berücksichtigung bei Vergleichen.

Dies ist auf andere Bereiche/Berufsbzeichnungen übertragbar, ob Projektleiter oder Oberbauleiter etc., alles sehr dehnbare Begriffe bzw. werden sie sehr gerne weit gedehnt. Und wie bereits geschrieben gibt es sicherlich, insbesondere nach unten, gewisse Grenzen, die man nicht unterschreiten "sollte", das passt dann einfach nicht mehr zur Ausbildung und den (hoffentlich vorhandenen) Fähigkeiten. Diese Grenzen muss allerdings jeder für sich abstecken - je nach Arbeitsgebiet und vor allem Örtlichkeiten.

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